Prepaid-Karten im Check: Die 3 besten SIM-Tarife zum Aufladen

Prepaid-SIM-Karten: Guthaben einzahlen und verbrauchen.
Prepaid-SIM-Karten: Guthaben einzahlen und verbrauchen.

Auf dem deutschen Mobilfunk-Markt gibt es zahlreiche Prepaid-SIM-Karten, mit denen man die volle Kostenkontrolle über die monatlichen Ausgaben hat: Weil nur Guthaben verbraucht werden kann, das man vorher auf die Karte geladen hat, ist man gut vor zu hohen Kosten geschützt.

Doch welche Prepaid-Tarife sind die besten? Welche SIM-Karten sind besonders günstig? Welche bieten die optimale Leistung bei bester Netzabdeckung? Und welche Prepaid-Karte bietet im Vergleich das beste Preis-Leistungs-Verhältnis? Die drei besten aufladbaren Telefonkarten fürs Handy im Überblick.

Günstige Prepaid-Karte: Die 3 besten SIM-Tarife im Vergleich

Optimales Preis-Leistungs-Verhältnis: Gutes Netz, gute Leistung

Viel Leistung zum günstigen Preis.
Viel Leistung zum günstigen Preis.

Der beste Prepaid-Tarif kommt aktuell vom Netzbetreiber Vodafone: Er bietet ein rundum feines Paket zum fairen Preis, mit dem die meisten Smartphone-Normalnutzer wunderbar auskommen, ohne hohe Kosten fürchten zu müssen. Vieltelefonierer hingegen greifen besser zu einer günstigen Allnet-Flat im D2-Netz von Vodafone:

Vodafone Callya Special

  • Telefonie & SMS: 200 Einheiten
  • Internet: 1,5 GB LTE-Datenvolumen, bis 500 Mbit/s
  • Netz: Vodafone
  • Kosten: 9,99 Euro für 28 Tage

» Zum Tarif

Hinweise zum SIM-Karten-Special:

  • Die Vodafone-Karte kommt mit dem flotten LTE-Standard daher. Der ist wichtig, um in möglichst vielen Gegenden ein gutes Netz zu haben.
  • Im D2-Netz bietet derzeit nur der Netzbetreiber Vodafone einen Prepaid-Handytarif mit LTE.
  • Es fallen keine Startkosten für die Handykarte an, man muss lediglich 9,99 Euro für je vier Wochen zahlen.
  • Dies ist damit der Preis-Leistungs-Tipp unter den Prepaid-Tarifen: Ein gutes Netz zum vernünftigen Preis.
  • Einziges Manko: Der Abrechnungszeitraum liegt bei 28 Tagen, das entspricht nicht ganz einem vollen Monat. Bedeutet: Aus Jahr gerechnet muss man insgesamt 13 Mal je 9,99 Euro für die Special-Option zahlen.

Hohe Flexibilität für Wenignutzer

Flexibel und günstig für Einsteiger.
Flexibel und günstig für Einsteiger.

Wer sich nicht so sicher ist, was er mit seinem Smartphone anstellen möchte (und kann), der wählt am besten einen Prepaid-Tarif, den man flexibel konfigurieren kann: So ist es möglich, zunächst mit wenig Inklusiv-Einheiten günstig einzusteigen – wenn es dann mal mehr sein soll, lässt der Tarif sich ganz einfach aufrüsten.

Im sehr guten D1-Handynetz der Telekom ist der Tarifmixer von Congster empfehlenswert: Mit dem „Wie-ich-will-Mixer“ lassen sich Minuten, SMS und Datenvolumen-Pakete ganz nach Bedarf zusammenstellen. Für Einsteiger empfiehlt sich beispielsweise dieser Mix:

Congstar Prepaid wie ich will

  • Telefonie: 100 Minuten
  • SMS: 9 Cent/Stück
  • Internet: 400 MB Datenvolumen, bis 21 Mbit/s
  • Netz: Telekom
  • Kosten: 6 Euro pro Monat

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Hinweise zur Prepaid-Karte von Congstar:

  • Man kann die Optionen jeden Monat neu festlegen: So kann man zum Beispiel alle Inklusiv-Einheiten abwählen und zahlt dann 0 Euro Grundgebühr. Dann würde man nur das zahlen, was man wirklich verbraucht – perfekt für Sehr-Wenig-Nutzer.
  • 100 Minuten kosten 2 Euro pro Monat, 300 Einheiten kosten 4 Euro.
  • Internet-Pakete sind bis 1 GB Datenvolumen wählbar. Wenn man den „Datenturbo“ für 5 Euro extra aktiviert, sind’s sogar 2 GB.
  • Wer seine alte Rufnummer mitbringt, der erhält einen Bonus von 25 Euro als Guthaben.
  • Die Congstar-Prepaid-Tarife sind leider nicht mit LTE ausgestattet, das ist der Telekom vorbehalten.

Bestes Netz mit LTE, aber teurer

Ausgezeichnet: das Netz der Telekom.
Ausgezeichnet: das Netz der Telekom.

Mit dem besten Netz punktet die Telekom bei ihren aufladbaren SIM-Karten; diese kommen beim Netzbetreiber sogar inklusive LTE daher. Allerdings sind die Original-Handytarife der Telekom entsprechend deutlich teurer.

Wer bei der Prepaid-Karte Wert legt auf das beste deutsche Handynetz inklusive LTE, der kommt um die Telekom-Tarife allerdings nicht herum. Für Normalnutzer dürfte dieses Angebot am besten geeignet sein:

Telekom Prepaid-Tarif MagentaMobil Start L

  • Telefonie: 100 Minuten
  • SMS: 9 Cent/Stück
  • Internet: 1,5 GB LTE-Datenvolumen, bis 300 Mbit/s
  • Netz: Telekom
  • Extras:
    • Hotspot-Flat (z.B. zum Surfen im WLAN am Hauptbahnhof)
    • Telekom-Flat (unbegrenzt Telefonate & SMS zu anderen Telekom-Handytarifen)
  • Kosten: 14,99 Euro für 28 Tage

» Zum Tarif

Hinweise zur Telekom-Karte:

  • Die Kosten sind mit rund 15 Euro für je vier Wochen recht hoch.
  • Der Abrechnungszeitraum liegt bei 4 Wochen, nicht bei einem Monat – letztlich zahlt man also aufs Jahr gerechnet 13 mal Grundgebühr.
  • Man bekommt nur direkt vom Netzbetreiber einen Prepaid-Tarif im D1-Netz der Telekom inklusive LTE.
  • Nett: Wenn Freunde oder Bekannte ebenfalls einen Telekom-Tarif haben, dann kann man mit diesen unbegrenzt telefonieren und SMS verschicken – möglich macht’s die integrierte Telekom-Flat.

Tipps & Tricks zu aufladbaren Handykarten

Tipp.
Vorteile.

Welche Vorteile bieten Handytarife auf Guthaben-Basis?

  • Sie sind flexibel: Man kann im Prinzip jederzeit den Anbieter wechseln und seine Handynummer mitnehmen. Außerdem kann man bei den meisten Anbietern Inklusiv-Pakete zu- und abwählen.
  • Sie bieten Kostenkontrolle: Eine SIM-Karte zum Aufladen basiert auf Guthaben-Basis. Wer 50 Euro auflädt, der kann lediglich 50 Euro verbrauchen – damit hat man seine Ausgaben fürs Telefonieren & Surfen in der Regel gut im Griff.
  • Sie eignen sich für Kinder: Weil sie eine gute Kostenkontrolle bieten, sind Prepaid-Handytarife sehr gut für Kinder geeignet. So können die Kleinen direkt den Umgang mit dem Guthaben üben – wenn’s verbraucht ist, dann muss man halt mal aufs Internet am Smartphone verzichten.

Welche Nachteile hat man damit?

  • Wer seine Prepaid-Karte längere Zeit nicht nutzt, der muss damit rechnen, dass sie deaktiviert wird. Wer also rund ein Jahr lang kein Guthaben auf seine Karte geladen hat, der muss damit rechnen, dass der Anbieter die SIM-Karte deaktiviert.
  • Man muss darauf achten, dass stets ausreichend Guthaben auf der Handykarte vorhanden ist. Ansonsten lässt sie sich nicht mehr vernünftig nutzen.
  • Ein normaler Laufzeit-Handyvertrag ist da meist bequemer – allerdings auch weniger flexibel.
  • Man kann die Handykarte erst nutzen, wenn man sich eindeutig identifiziert hat. Manche Anbieter bieten etwa ausschließlich eine Identifizierung via Webcam an. Das ist nervig.

Wie aktiviert man seine SIM-Karte?

  • Die Aktivierung einer Prepaid-Karte erfolgt in der Regel über einen Link, den man vom Anbieter zusammen mit der Prepaid-Karte bekommt.
  • Außerdem muss man sich identifizieren – die Anbieter sind seit Mitte 2017 dazu verpflichtet, die Identität der SIM-Karten-Besitzer zu prüfen.
  • Zur Identifizierung bieten die Anbieter verschiedene Möglichkeiten an, das variiert. Manche setzen auf das gute alte Post-Ident-Verfahren, andere bieten ausschließlich die Verifikation via Webcam.
  • Komplett unkompliziert ist die Aktivierung und Identifizierung also leider nie so richtig.

Wieso ist eine Identifizierung nötig? Gibt es keine anonymen Prepaid-Tarife?

Wie funktionieren Aktivierung und Idenfitizierung?
Wie funktionieren Aktivierung und Idenfitizierung?

Anonyme Prepaid-SIM-Karten sind in Deutschland seit Mitte 2017 nicht mehr möglich. Grund ist ein Gesetz zur Terrorismus-Abwehr: Seither müssen sich alle, die eine neue SIM-Karte aktivieren wollen, eindeutig identifizieren.

Diese Identifizierungspflicht darf man nicht umgehen. Hin und wieder geistern zwar Meldungen durch die Medien, wo Prepaid-Karten auch ohne Identifizierung aktiviert werden konnten. Das dürfte aber wohl nur kurzfristig funktioniert haben.

Leider ist die Prepaid-Identifizierung nicht ganz unproblematisch: So gab es etwa Probleme bei der Aktivierung, wenn man einen ausländischen Ausweis ohne Adresse hatte (siehe hier). Auch mit dem Ident-Verfahren per Webcam muss man sich erst einmal anfreunden.