Immer mehr User beklagen sich in Foren und auf Blogs über die schlechte Qualität der neuen Karten-App von Apple, da sie offensichtlich sehr viele Fehler enthält, wie die Beispielbilder unten zeigen. Dazu zählen gewellte 3D-Ansichten, falsch lokalisierte Bahnhöfe, Restaurants, ja sogar ganze Ortschaften. Auch die Benennung von Städte- und Starßennamen ist teilweise falsch bzw. veraltet.

Flughafen in Vilnius mit buckligen Start-Landepisten (orf.at)

Umland von Salzburg halb im Schnee (orf.at)

Die Enttäuschung ist natürlich jetzt umso größer, da die Karten-App als Ersatzprodukt für Google Maps gedacht und im Juni auf der Keynote angepriesen wurde. Apple hat sich allerdings die Latte anscheinend zu hoch gelegt oder den zeitlichen Aufwand komplett unterschätzt. Auf jeden Fall ist die App, wie auch wir feststellen mussten, noch kein Ersatz zu Google Maps. Deshalb ist der Wunsch der iDevice-Besitzer nach einer Rückkehr der Google Maps-App in den App Store verständlich. Dies wird auch ziemlich sicher der Fall sein, denn wie Google jetzt via TechCrunch verlauten hat lassen, hofft das Unternehmen, noch vor Weihnachten eine eigene iOS Maps-App in den iTunes Store zu bringen.

Apple selbst hat zu dieser unrühmlichen Situation auch bereits Stellung genommen – und zwar ungewöhnlich schnell. Sprecherin Trudy Muller betonte, dass die Karten-App eine großes Projekt sei, bei dem man erst am Anfang stehe und mit jedem Nutzer besser werden würde. Apple arbeite hart an einer Verbesserung der Situation, ist aber momentan offensichtlich an seinen eigenen Ansprüchen gescheitert.

Inzwischen gibt es sogar schon einen Blog namens „The Amazing iOS 6 Maps“, der sich über die Karten-App lustig macht und einige nette Beispiele anführt.

Auf jeden Fall sind wir gespannt, wie schnell die versprochene Verbesserung eintreten wird.