Wie jetzt bekannt wurde, stammen jene zwei Apple-Patente, die HTC angeblich verletzt haben soll, aus der Macintosh-Ära des Unternehmens. Genau genommen, wurden die zwei Patente in den Jahren 1994 und 1996 eingereicht. Hierbei handelt es sich um Patente, welche Vorgänge beschreiben, die theoretisch bei allen Computern und Smartphones vorkommen können.

Das erste Patent bezieht sich auf Daten jeglicher Art, die von einem PC oder ähnlichem Gerät über ein Netzwerk verschickt werden („Real-time signal processing system for serially transmitted data“).

Im zweiten Patent werden Vorgänge beschrieben, wie ein Nutzer eine Aktion auf einem Computer-System veranlassen kann (z.B. Programm öffnen).

Beide Patente sind natürlich heutzutage in abgewandelter Form auch in Smartphones nötig. Es stellt sich damit die Frage, ob die damals für PCs entwickelten Patente auch in ihrer veränderten Form in Smartphones gültig sind. HTC hat angekündigt sich vehement zu wehren. Verständlich! Denn kommt Apple damit durch, werden auch andere Hard- und Softwarehersteller auf diesen Zug aufspringen. Langsam stellt sich schon die Frage, ob das sich gegenseitige Eindecken mit Klagen der richtige Weg ist. Die Unternehmen blockieren sich damit vielfach gegenseitig, da die Verfahren unnötig in die Länge gezogen werden und in der Zwischenzeit schon wieder unzählige neue Patente zugelassen wurden. Ein Teufelskreis? Übertreibt hier Apple? Was meint ihr dazu?