Als zukünftigen iPhone-Konkurrenten haben wir uns natürlich auch über das letzte Woche vorgestellte HTC One informiert. Die verschiedenen Berichterstatter sind einhellig der Meinung, dass das neue Flagschiff von HTC technisch gesehen den Mitbewerbern einiges vorgelegt hat. Aber auch von Design her wirkt das HTC One mit seinem satinierten Alu-Gehäuse sehr wertig. Das Einzige was uns nicht so gefällt, sind die großflächig gebohrten Lautsprecher-Auslässe an der Ober- und Unterseite des Displays. Die grundlegenden Abmessungen: Das HTC One ist 13,7 Zentimeter lang, 6,8 Zentimeter breit, wiegt 143 Gramm und ist (maximal) 9,3 Millimeter dick.

Display: Hier wartet HTC mit einem 4,7-Zoll-Display auf, das über Full HD-Auflösung (1920 x 1080) verfügt. Damit erreicht das taiwanesische Unternehmen eine Pixeldichte von 468 Pixel pro Zoll und somit einen um 40 Prozent höheren Wert als das iPhone 5 mit 326 Pixel. Ob das für das menschliche Auge noch unterscheidbar ist, bleibt abzuwarten. Das Display soll auch bei Sonneneinstrahlung gut lesbar sein und über hohe Farbgenauigkeit und einen großen Blickwinkel verfügen.

Innenleben: In Inneren werkt der neue Qualcomm S4-Chip, der über 4 Rechenkerne mit jeweils 1,7 GHz verfügt. Die ersten Benchmark-Tests sollen beeindruckend verlaufen sein. Unterstützt wird der Prozessor von 2 GB Arbeitsspeicher, was sicherlich auch großzügig bemessen ist. Mit dabei ist auch LTE, NFC und natürlich auch WLAN. Letzteres allerdings kommt aber schon mit dem neuesten 802.11ac-Standard daher. Ein relativ ungewöhnliches Feature ist der integrierte Infrarotsender, mit dem das Smartphone als auch Universalfernbedienung verwendet werden kann.

Kameras: Einen interessanten Weg geht HTC bei der Rückkamera. Während die Frontkamera mit 2,2 Megapixel und der Möglichkeit Full HD-Filme zu erstellen klassenübliche Werte mitbringt, wirkt die Kamera auf der Rückseite mit lediglich 4,1 Megapixel etwas unterdimensioniert. HTC verspricht jedoch vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen sehr gute Fotos, da man sich entschieden hat, auf dem Sensor größere Pixel, aber eben dafür weniger zu verbauen. Andere Hersteller finden auf derselben Fläche des Bildchips für 8 oder sogar 13 Megapixel Platz. Wir sind gespannt, ob sich diese Lösung in der Praxis bewährt.

Akku, Speicher und Software: Natürlich muss diese Vielfalt an technischen Features auch mit Strom versorgt werden. Dazu gibt es einen Akku mit 2300 Milliamperestunden, welcher für bis zu 440 Standby-Stunden sorgen soll. Dieser Wert dürfte aber in der Praxis schwer zu realisieren sein. Bei der Software setzt HTC auf die aktuelle Android-Version Jelly Bean, verknüpft mit der Hersteller-eigenen Benutzeroberfläche HTC Sense 5.0. Für alle weiteren Apps bietet das HTC One 32 GB „Stauraum“, der allerdings fix verbaut und nicht erweiterbar ist. Zum Preis: Das HTC One soll ab März für 670 Euro (UVP) in Silber und in Schwarz erhältlich sein.

Fazit: Das Design des HTC finden wir gelungen, der Funktionsumfang ist enorm und es ist sicherlich ein ernstzunehmender Gegner für das iPhone 5, aber auch für das Galaxy SIII und das kommende Galaxy SIV. Gespannt sind wir auf die ersten Praxiserfahrungen bezüglich des Akkus, des Displays und der Kamera. Interessant ist, dass auch HTC (so wie unter anderem auch Apple) den Weg des fix verbauten Akkus und nicht erweiterbaren Speichers geht. Die Vorgangsweise sorgt auch hier für Kritik.

Was haltet ihr vom HTC One?