dreilogo2k

Mit der „Breitbandmilliarde“ will die österreichische Regierung bekanntlich hierzulande die Breitband-Infrastruktur ausbauen. Ziel ist es, dass bis 2020 flächendeckend schnelles Internet verfügbar ist. Im Zentrum dieser Bemühungen steht auch die Netzneutralität, wofür sich auch das EU-Parlament im Frühjahr ausgesprochen hat. Das bedeutet, dass alle Inhalte im Internet gleichberechtigt behandelt werden.
Manch österreichischer Mobilfunkanbieter hat aber damit nicht unbedingt eine Freude, da der Datenverbrauch schneller steigt, als der Ausbau des Netzes voranschreitet. Alleine die Einführung von Netflix hat bei einigen Betreibern für einen Zuwachs des Datenaufkommens von über 40 Prozent gesorgt. Natürlich ist dies für die Anbieter auf der einen Seite auch erfreulich, da Kunden bessere Verträge abschließen, auf der anderen Seite ist es auch eine enorme Belastung für das jeweilige Netz. Deshalb befürchtet jetzt 3-Chef Trionow das Ende der Flatrate-Tarife, sollte die Netzneutralität politisch fixiert werden. Schließlich koste die Erhaltung der Mobilfunknetze viel Geld. Seiner Ansicht nach sei das Spotify-Angebot von „3“ als erste Alternative in diese Richtung anzusehen. Bereits im vergangenen Juni haben sich aber Netzaktivisten darüber beklagt, dass „3“ mit diesem Angebot die Netzneutralität verletzt.
T-Mobile Unternehmenssprecher Helmut Spudich sieht hingegen noch keinen Handlungsbedarf, findet es aber „prinzipiell legitim“, wenn die Kosten für die Zustellung von Daten von Dritten übernommen werden.