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Ab dem 10. April wird Apple das neue MacBook mit Retina-Display online und in den Apple Stores zum Kauf anbieten. Aber schon seit der Vorstellung auf der Keynote Anfang März sorgt das kleine Notebook für Kontroversen. Im Mittelpunkt der Diskussion steht dabei der neuartige USB-C-Anschluss, den Apple als einzige Schnittstelle verbaut hat.
Einerseits wird Apples Vorreiterrolle und auch Kompromisslosigkeit gelobt. Auf der anderen Seite fragen sich viele potentielle Käufer, wie die Angelegenheit mit nur einem Anschluss in der Praxis funktionieren soll und ob Apple hier nicht über das Ziel hinausschießt?

Abwägen der Einsatzgebiete ist wichtig
Soll das MacBook – und das wird auf Grund der extrem leichten Bauweise auch Apple’s Intention sein – vorwiegend mobil eingesetzt werden, stehen drahtlose Verbindungsmöglichkeiten wie WLAN oder Bluetooth im Vordergrund. Der USB-C-Anschluss wird dann die meiste Zeit nur zum Aufladen des Gerätes benötigt werden. Alles andere passiert wireless. Benötigt man doch einmal einen (noch) üblichen USB-Anschluss, gibt es einen Adapter für 19 Euro zu kaufen.

Teurer wird die Angelegenheit, wenn das MacBook auch für die Wiedergabe von Medieninhalten auf externen Geräten verwendet werden soll. Die USB-C VGA und USB-C Digital AV-Multiport Adapter schlagen nämlich mit jeweils 89 Euro zu Buche. Hier werden ein USB-C-, ein USB 3.1- und ein VGA-Anschluss bzw. HDMI-Anschluss auf einem Adapter angeboten. Benötigt man zB auch noch ein SD-Karten-Lesegerät, müsste beispielsweise zusätzlich zum USB-Adapter noch ein USB-Ladegerät gekauft werden, denn USB-C-kompatible Geräte sind momentan noch Mangelware.

Fazit
Wird das MacBook praktisch nur mobil und über drahtlose Verbindungen genutzt, ist es sicherlich auf Grund seines mit 0,92 kg geringen Gewichts der ideale Begleiter. Ein USB-Adapter ist sicherlich hilfreich und fällt nicht sonderlich ins Gewicht.
Sollte allerdings jemand auf mehrere Anschlüsse zB HDMI, SD oder USB angewiesen sein, dem wäre mit einem MacBook Pro Retina mit 13-Zoll wahrscheinlich mehr geholfen. Dafür muss man aber im Vergleich mit 1,58 kg ein deutlich höheres Gewicht in Kauf nehmen. Der Einstiegspreis ist mit 1.449 Euro übrigens derselbe.