9554-1329-applecash-140611-l

Es klingt paradox, aber das viele Geld, das Apple verdient wird langsam zum Problem für das Unternehmen. Apple zahlt zwar regelmäßig Dividenden aus und investiert auch enorme Summen in Aktienrückkäufe, dennoch wächst der Geldberg unaufhörlich und dürfte demnächst die 200 Milliarden US-Dollar-Grenz erreichen. Das Problem dabei ist, dass ein Großteil dieses Geldes steuerschonend außerhalb der USA bei Tochtergesellschaften von Apple gebunkert ist. Würde Apple das Geld in die USA transferieren, müsste das Unternehmen 35 Prozent davon an den Fiskus abtreten.

Um überhaupt etwas von Apples Milliarden zu sehen, haben nun zwei amerikanische Senatoren (Barabara Boxer, Demokratin und Rand Paul, Republikaner) ein neues Gesetz erarbeitet, das es Apple und anderen Konzernen ermöglichen würde, ihr Geld zu speziellen Konditionen in das Heimatland zu überführen. Der sogenannte „Invest in Transportation Act of 2015“ würde zurückgeführte Gewinne nur mit 6,5 Prozent besteuern, was natürlich eine enorme Ersparnis für die Unternehmen darstellen würde. Die so eingenommenen Gelder sollen zweckgebunden der Verbesserung der maroden amerikanischen Transportinfrastruktur zugutekommen.

Auch Tim Cook hat in seinem Auftritt vor dem US-Kongress eine Steuersenkung in dieser Hinsicht gefordert. Derzeit ist dieses Gesetz nur ein Entwurf und es ist fraglich, ob es jemals beschlossen werden wird. Es zeigt aber die momentane Problematik auf und es ist damit zu rechnen, dass es in nächster Zeit weitere Vorstöße in diese Richtung geben wird.