Im vergangenen Jahr hat die Anzahl der ausgelieferten Smartphones mit ca. 1 Mrd. Einheiten einen neuen Höhepunkt erreicht. Dies entsprach einer Steigerung zum Jahr 2012 von satten 39,2 Prozent. IDC hat jetzt aber eine neue Studie veröffentlicht, wonach sich der Smartphone-Boom schon in diesem Jahr deutlich abkühlen wird. Demnach erwarten sich die Marktforscher, dass sich der Zuwachs annähernd halbieren wird (19,3 %), was im Endeffekt 1,2 Mrd. Smartphones entsprechen würde.
Die Analysten gehen aber noch einen Schritt weiter und wagen auch einen Blick in die fernere Zukunft, wo sich nach ihrer Ansicht nach der Trend weiter fortsetzen wird. So wird es im Jahr 2017 weltweit gesehen nur mehr ein Wachstum von 8,3 Prozent geben. Im Jahr 2018 wird dieses weiter auf 6,2 Prozent sinken. Getragen wird dieses Wachstum in den nächsten Jahren vor allen von den Schwellenländern, wie zB China oder Indien. Für Europa und Nordamerika erwarten sich die Marktforscher nur einstellige Zuwachsraten, da der Markt zunehmend gesättigt ist. Für Japan wird sogar ein kleiner Rückgang erwartet.
Diese Entwicklung wird sich laut Analyst Ryan Reith auch auf die Preise der Geräte auswirken. Da in den künftigen Wachstumsmärkten „Premium-Smartphones“ seiner Ansicht nach keinen relevanten Faktor darstellen werden, wird auch der Durchschnittspreis der Smartphones sinken. Dieser ist im letzten Jahr noch bei 335 US-Dollar gelegen und wird bis 2018 auf 260 US-Dollar sinken.

Wie sieht es mit den Betriebssystem-Marktanteilen aus?
Wenn die Prognosen zutreffen, wird Android weiterhin den Markt dominieren und nur leicht verlieren (siehe Grafik). Apple wird mit iOS seinen Anteil annähernd konstant halten können. Der große Gewinner scheint Windows Phone zu sein. Microsoft soll seinen Marktanteil fast verdoppeln können.

Smartphones 2018