Apple, News, Österreich, Uhr SBB Streit

Im September hat es bei den Schweizer Bundesbahnen (SBB) große Aufregung darüber gegeben, weil Apple bei der neu gestalteten Uhren-App unter iOS 6 ein Symbol verwendete, das der Schweizer Bahnhofsuhr mehr als nur ähnlich sah. Wenige Wochen später ist es dann zu einer Lizenzvereinbarung zwischen den beiden Unternehmen gekommen. Über die Details wurde natürlich Stillschweigen vereinbart. Damals ist man davon ausgegangen, dass Apple einige hunderttausend Dollar für das Uhren-Design bezahlt hat.

Wie der renommierte Schweizer Tagesanzeiger aber nun aus mehreren Quellen erfahren haben will, zahlt Apple den SBB sagenhafte 20 Mio. Franken (ca. 16,5 Mio. Euro)! Die SBB wollte die Zahl nicht kommentieren und Apple hat erst gar nicht auf die Anfrage reagiert.

Warum ist Apple bereit so viel zu bezahlen?
Die SBB haben das bereits 1944 entworfene Design 2002 als dreidimensionale Marke beim Institut für Geistiges Eigentum registrieren lassen. Damit hätte die SBB die Möglichkeit die Verwendung der Uhr zumindest in der Schweiz verbieten zu lassen. Dies hätte natürlich für Apple bedeutet, die Uhr aus der Schweizer iOS-Version entfernen zu müssen, was natürlich wieder mit Kosten und Unannehmlichkeiten verbunden gewesen wäre. Außerdem vermuten die Schweizer Kollegen, dass ein erneuter Rechtsstreit dem Image von Apple nicht gerade zuträglich gewesen wäre. Somit wird eben diese hohe Summe zustande gekommen sein.

Hat Apple zu viel bezahlt oder ist diese Summe gerechtfertigt?