roaming

In den USA kann man in jedem Bundesstaat zu den gleichen Konditionen telefonieren und muss keine Roaming-Kosten bezahlen. Genau dies will nun auch die EU in ihren Mitgliedsstaaten umsetzen und das Roaming bis 2016 völlig abschaffen. Bis jetzt hat man schon eine Kostenregelung für das Roaming eingeführt, um die Kostenexplosion in diesem Bereich zu drosseln. Weiters hat man versucht, das Datenroaming weiter in den Griff zu bekommen, um das Surfen im Internet günstiger zu machen. 2016 soll mit diesem Thema komplett Schluss sein und das Telefonieren sowie Internet-Surfen soll an die Preise im eigenen Land angepasst werden.

Netzbetreiber klagen jetzt schon!
Bis jetzt haben die Netzbetreiber genau über dieses Roaming einen großen Anteil ihrer Gewinne erwirtschaften können, da hier noch „außertourliche“ Kosten anfallen. Bei Flatrates mit bis zu 3000 Minuten und SMS im Monat, fallen kaum noch Kosten an, außer der Grundgebühr. Sollte nun auch das Roaming komplett wegfallen, wäre dies sicherlich ein großer Schlag für die Netzbetreiber in Europa.

Datentarife noch nicht inklusive
Momentan spricht die EU aber nur von der Verringerung der Kosten im Telefoniebereich, das Internet wird hier noch sehr lange auf sich warten lassen. Somit haben die Netzbetreiber wieder einen Weg gefunden die Kosten zu erhöhen, nämlich für die mobilen Daten im Ausland. Die EU ist zwar bestrebt auch diese Kosten deutlich zu senken, dennoch wird man noch einige Zeit warten müssen, bis man zu den eigenen Tarifen auch im Ausland surfen kann.

Grundgebühren werden steigen
Als Folgen dieser Regulierungen durch die EU sehen sich wahrscheinlich viele Netzbetreiber gezwungen, ihre Grundgebühren ordentlich zu erhöhen, um die wegfallenden Gewinne aus den Roaminggeschäften wieder einzuspielen. Man geht davon aus, dass man mit einer Steigerung von bis zu 25 Prozent der Grundgebühr rechnen kann. Natürlich kann die Erhöhung nur bei neuen Verträgen erhoben werden, bestehende Verträge bleiben gleich.