Bei der Vorstellung des iPads vor über drei Jahren, haben sich nicht wenige Analysten die Frage gestellt, ob sich das Tablet etablieren kann. Schon wenige Monate wurde diese Frage vom Markt positiv beantwortet und auch andere Hersteller begannen Tablets zu produzieren. Nun fördert eine Studie von IDC (International Data Corporation) recht interessante Zahlen zu Tage. Demnach sollen schon in diesem Jahr mehr Tablets als Laptops über den Ladentisch gehen und in zwei Jahren wird prognostiziert, wird die relativ neue Sparte im PC-Bereich hier die Spitzenposition übernehmen.

Ein Grund dafür ist, dass die Verkaufszahlen im Tablet-Bereich im Vergleich zum Vorjahr um sagenhafte 59 Prozent zulegen werden. Wurden im letzten Jahr 144,5 Mio. Einheiten verkauft, werden es heuer 229,3 Mio. sein. Eine weitere Ursache für diese Entwicklung ist der anhaltende Abwärtstrend des Desktop- und Laptop-Marktes.

Betrachtet man nun die Tablet-Verkäufe etwas genauer, wird klar, dass vor allem Android-Tablets für das Wachstum verantwortlich sein werden. Denn noch in diesem Jahr soll der durchschnittliche Tablet-Preis um knapp elf Prozent auf ca. 295 Euro sinken. Somit bewegt sich der Durchschnittspreis knapp 35 Euro unter dem Einstiegsmodell des iPad mini. Der Durchschnittspreis eines Laptops oder Desktop-Rechners liegt laut den Marktforschern hingegen bei umgerechnet gut 490 Euro.

Hinsichtlich des letzte Woche aufgekommenen Gerüchts bezüglich eines möglichen „iPad maxi“ mit knapp 13 Zoll, gibt es auch hier interessante Zahlen. Es ist nämlich so, dass sich Tablets mit einer Display-Größe von unter acht Zoll, sich deutlich besser verkaufen, als jene mit über acht Zoll Bildschirmdiagonale. Dieser Trend soll sich in den nächsten vier Jahren noch verstärken. Es ist deshalb äußerst fraglich, ob Apple wirklich den Schritt in Richtung eines noch größeren Tablets wagt.