Momentan schwirren viele iOS 7-Konzepte im Netz herum und auch wir haben schon einige davon vorgestellt. Es gilt praktisch schon als gesichert, das Apples Design-Guru Johnny Ive ein stark verändertes, eventuell sogar ganz neues iOS 7 vorstellen wird. Was wirklich kommen wird, weiß natürlich noch niemand und vielleicht ist auch nur der Wunsch der Apple-Fans, Vater des neuen iOS-Gedankens. Auf jeden Fall erwartet man sich, dass sich Apple vom Skeuomorphismus verabschieden wird und zu einem flachen und grafisch abgespeckten Design wechseln wird.

Nun melden sich, wenn Apple diesen Weg beschreiten sollte, aber bereits wieder Kritiker zu Wort, wie Mike Senese von wired berichtet. Die Inhaberin des Lehrstuhls für Interaktionsdesign am kalifornischen Art Center in Pasadena Maggie Hendrie meint nämlich, das dies der falsche Weg für Apple ist.

Zusammengefasst ist sie der Meinung, dass es nicht wichtig sei, wer und wie etwa ein Icon designed sei, sondern man sich bei Apple vielmehr fragen sollte, welche Innovationen man mit dem neuen iOS bringen könnte. Vor allem im Bereich von neuen Interaktionsformen habe Apple Nachholungsbedarf und führt dabei Microsoft und Nintendo an, die etwa die gestenbasierte Steuerung dominieren.

“The very fact that we’re talking about who’s going to design the icons, who’s going to design the applications and the operating system is a little bit of a concern. Because that’s not innovative,” she explains.

Zudem habe Apple versäumt auf das Fernsehen und den sozialen Trend aufzuspringen und sie befürchtet, dass das Unternehmen den Schritt in Richtung natürliche User-Interfaces versäumt, weil man sich so auf die Beseitigung des Skeuomorphismus konzentriert.

“Apple kinda missed television and missed social,” she continues. “I’d be concerned that they’d miss natural user interfaces because they’re busy getting rid of skeuomorphism.”

Wie seht ihr das? Lieber neue Funktionen, als neues Design – oder beides?