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Als der ehemalige Mobilfunkbetreiber Orange im Herbst 2012 erstmals Smartphones – darunter auch das iPhone 5 – ohne SIM-Lock bei SIM-only-Tarifen angeboten hat, machte sich leise Hoffnung breit, dass dieses Verkaufsmodell auch von den anderen Anbietern übernommen werden könnte. Zumindest wurde damit gerechnet, dass wenigstens „3“ als neuer Besitzer von Orange die Verkaufsstrategie übernehmen könnte.

Wie 3-Sprecher Tom Tesch jetzt aber gegenüber dem WebStandard mitgeteilt hat, wird daraus nichts werden: „Drei habe eine strategische Ausrichtung“! Die Begründung lieferte Tesch auch gleich mit. Es sei auf Grund der hohen Preisstützen für die diversen Smartphones branchenüblich, Smartphones mit SIM-Lock anzubieten. Eine Ausnahme gibt es, nämlich das Nexus 4 von Google, wo keine SIM-Sperre vorgesehen ist.

Entsperren ist teuer!
Durch den SIM-Lock wird das Wechseln des Betreibers natürlich erschwert. Löst man sich trotzdem, kann die Angelegenheit teuer werden. „3“ will vom Kunden innerhalb der Vertragsbindung 110 Euro haben, danach kostet es immer noch 40 Euro. Bei A1 ist es noch teurer, dafür etwas gestaffelt. Die Entfernung des SIM-Locks kostet hier innerhalb der ersten 12 Monate 150 Euro, nach 13 bis 24 Monaten 100 Euro und danach 50 Euro. Bei T-Mobile ist es mit 150 Euro im ersten Jahr auch nicht billiger, danach schlägt die Entfernung mit 50 Euro zu Buche.

Natürlich gibt es auch andere Möglichkeiten den SIM-Lock zu umgehen, dennoch sind wir der Meinung, dass zumindest nach Ablauf der Vertragsdauer die Entfernung des SIM-Locks kostenlos erfolgen sollte.