In den letzten Wochen und Monaten, haben wir einige Anfragen bezüglich Reinigungs-Tools für den Mac bekommen. Einige Produkte, wie zB CleanMyMac, CCleaner oder MacKeeper werden ja momentan relativ stark beworben. Die Frage ist nun: „Was versprechen die diversen Produkte und braucht das ein Mac überhaupt?“

Da uns dieses Thema interessiert, haben wir uns einige Zeit damit beschäftigt und versucht, ein bisschen mehr darüber ans Tageslicht zu bringen. Im wesentlichen wird von den Herstellern dieser Tools versprochen, den Mac von überflüssigem Datenmüll zu reinigen und damit schneller zu machen. Da tauchen dann Begriffe wie beispielsweise „Binaries Cutter“, „Cache Cleaner“ oder „Languages Cutter“ auf. Auch doppelte Dateien oder unnötige Programme sollen mit einem Mausklick entfernt, oder der Mac defragmentiert werden.

Wenn man sich aber die Meinungen und Erfahrungen zu diesem Thema in den einschlägigen Foren durchliest, kommt man zum Schluss, dass es hier oftmals heftig diskutiert wird. Tendenziell lautet der Tenor aber eher, dass der Mac so etwas nicht braucht und unerfahrene Anwender am besten die Finger davon lassen sollten, da diese nicht unbedingt abschätzen können, was solche Programme machen.

Was stimmt jetzt?
Was als gesichert gilt ist, dass ein Mac in der Regel nicht defragmentiert werden muss, das erledigt das System in bestimmten Zeitabständen selbst. Apple rät davon ab, Programme zur nachträglichen Defragmentierung zu verwenden, da sich der Einsatz in der Regel nicht lohnt.

Außerdem sollten auf der Festplatte ca. 10 bis 15 Prozent des Speichervolumens frei bleiben und nicht zu viele extrem große Dateien gespeichert werden, damit OS X genügend Spielraum hat. Genau hier setzen aber die diversen Reinigungs-Tools an und versprechen zB durch Löschen unnötiger Dateien oder Programme mehr Speicherplatz und damit ein schnelleres System.

Die Crux an dieser Angelegenheit ist, dass es durchaus ein große Anzahl von Usern gibt, die laut Berichten vom Ergebnis begeistert sind. Es wurde Platz geschaffen und der Mac läuft (subjektiv?) schneller. Auf der anderen Seite gibt es mindestens genauso viele Mac-Besitzer, die sich damit ein instabiles System eingefangen, bzw. es quasi „zerschossen“ haben. Bei durchgeführten Aktionen, wie „Schnelle Säuberung“ oder „Löschen von Duplikaten“ wurde zB das iPhone von iTunes nicht mehr erkannt, bei Safari wurden die Lesezeichen gelöscht oder die Funktionen der rechten Maustaste gelöscht etc.!

Offensichtlich kommt es immer auf die persönlichen Umstände an, wie sich ein Reinigungstool auf den Mac auswirkt und welche Aktionen damit durchgeführt werden. Vorsicht ist aber auf jeden Fall geboten und eine genaue Information über die angebotenen Leistungen des Tools empfehlenswert! Uns sind diese Tools auf jeden Fall noch nicht abgegangen. Wir sind der Meinung, dass der Mac solche Programme nicht braucht, denn Platz kann man sich auf dem Mac auch selbst verschaffen und sollte es Probleme geben gibt es beispielsweise auch noch das Festplattendienstprogramm, wo das Volume überprüft und gegebenenfalls in Ordnung gebracht werden kann.

Da dies unser persönlicher Standpunkt ist, würden wir natürlich eure Meinung interessieren, wie ihr zu solchen Programmen steht, welche Erfahrung ihr damit habt und welche Empfehlung ihr dazu abgeben würdet. Wir könnten uns vorstellen, dass damit einigen unseren LeserInnen sicherlich damit geholfen ist.