Im Streit rund um das enorme Bargeldvermögen von Apple hat nun US-Hedgefonds-Manager David Einhorn die Klage gegen Apple gestern fallen gelassen. Bekanntlich wollte Einhorn damit erreichen, dass mehr von Apples Barreserven den Aktionären zu Gute kommt. Letzte Woche konnte er mit dieser Vorgangsweise einen kleinen Teilerfolg einfahren, da ein Gericht Apple untersagte, auf der Aktionärsversammlung über die eigene Beschneidung der Ausgabe von Vorzugsaktien abstimmen zu lassen. Apple hat dieses Problem mit der Streichung des Punktes von der Tagesordnung gelöst und ist somit Einhorn entgegengekommen. Zudem hat CEO Tim Cook bei dieser Hauptversammlung versprochen, die Aktionäre in Zukunft mehr am Erfolg des Unternehmens teilhaben zu lassen. Details darüber, wie das geschehen soll, hat Tim Cook aber nicht preisgegeben.
In der Gesamtheit dürfte dieses Resultat den Greenlight Capital-Manager dazu bewogen haben, einzulenken. Zudem hat sich die drohende Klage negativ auf den Aktienkurs von Apple ausgewirkt. Dieser ist nämlich am Freitag auf unter 435 US-Dollar und somit den tiefsten Wert seit über einem Jahr gesunken. Da Einhorn selbst Großaktionär von Apple ist, dürfte er sich mit seiner Vorgangsweise ins eigene Fleisch geschnitten haben. Die Klage fallen zu lassen, war wohl somit auch im eigenen Interesse, da ein Verfahren dem Unternehmen sicherlich weiter geschadet hätte.