Für Otto-Normalverbraucher ist die momentane Situation der Apple-Aktie schwer zu verstehen. Da liefert das Unternehmen ein Rekord-Quartal nach dem anderen, hat Gewinne, wovon Mitbewerber nur träumen können, aber dennoch hat die Aktie seit ihrem hoch vom Mai 2015 stetig verloren und musste ein Minus von 28 Prozent hinnehmen. In Zahlen ausgedrückt ist Apple heute um 218 Mrd. US-Dollar weniger wert als damals.

Was ist der Grund?
Laut NZZ „schmort Apple in der Gerüchteküche“. Gemeint sind damit jene Informationen, wonach Apple die iPhone-Produktion um ca. 30 Prozent zurückgefahren hat. Dies macht die Anleger nervös, denn das iPhone hat sich seit seinem Start zum Umsatzkaiser des Unternehmens entwickelt. Während zu Beginn des  Jahres 2009 das iPhone lediglich gut 20 Prozent zum Gesamtumsatz beisteuerte, sind es jetzt über 60 Prozent – also annähernd das Dreifache.

iphone-Umsatz

Das iPhone ist für Apple also Fluch und Segen zugleich. Geht es dieser Sparte gut, profitiert auch der Aktienkurs. Gibt es allerdings negative iPhone-Gerüchte, so wie jetzt, werden die Anleger nervös, da sie einen Rückgang des Wachstums befürchten. Für ein wenig Entspannung könnte die am Dienstag stattfindende Quartalskonferenz sorgen.