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Die österreichische Telekom (A1) macht sich im Moment nicht gerade sehr beliebt in der Mobilfunk-Branche, da man schon sehr viele Tarife angepasst hat, oder auch verändert hat, um mehr Gewinn aus dem Unternehmen zu erwirtschaften. Grund dafür ist die Zusammenlegung von Orange und Drei gewesen, die der Tarifschlacht ein Ende bereitet hat. Nun hat A1 den Spieß umgedreht und bittet die Kunden ordentlich zur Kasse. Neue Servicegebühren und zusätzliche Tarifkosten sind anscheinend nur die Spitze des Eisbergs, wie viele Analysten vermuten.

Bei A1 ist alles möglich
Ein Interview mit dem Chef von A1 zeigt eindeutig, dass das Unternehmen nicht versuchen wird, die Kunden mit günstigen Tarifen zu ködern. Zwar sei man bei A1 sehr offen was die Tarifstruktur betreffe, aber man muss die hohen LTE-Frequenzkosten auch wieder hereinspielen und das wird natürlich auf dem Rücken der Kunden ausgetragen. Zudem wird mit einer Inflationsanpassung argumentiert, was zu einem gewissen Teil auch nachvollziehbar ist. Dennoch wird A1 mit diesem Prinzip aber wahrscheinlich nicht auf Dauer gute Geschäfte machen können, da andere Anbieter nun Ihre Chance sehen könnten, am größten Mobilfunk-Anbieter vorbeizuziehen. Auch neue virtuelle Netzbetreiber (MVNOs), die bald in Österreich starten dürften, könnten so eine Chance haben. Die andere Möglichkeit wäre, dass die beiden anderen großen Mobilfunkbetreiber in den nächsten Monaten ebenfalls die Tarife und Servicepauschalen erhöhen.