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Vor wenigen Tagen hat „Der Standard“ die Möglichkeit erhalten, ein Interview mit 3-Chef Jan Trionow zu führen. Wir können hier nicht das komplette Interview wiedergeben, aber was viele derzeitige 3-Kunden und ehemalige Orange-Kunden (und jetzige 3-Kunden) interessiert ist, wann sich die immer wieder auftretenden Netzprobleme endlich legen werden. Vor allem auf der 3-Facebook-Seite lassen genervte Kunden ihrem Unmut freien Lauf. Natürlich wurde der 3-Chef auf diese Problematik angesprochen und hat diese auch in einem gewissen Ausmaß bestätigt – Zitat:

Ja, es gibt momentan Probleme, aber keine großen, massenhaften. Die Zusammenführung des Orange- und „3“-Netzes ist eine komplexe Sache. Es gibt noch Dinge, die man optimieren muss.

Auf die Frage, ob sich die derzeitige Situation in vermehrten Kündigungen niederschlägt, ist die Antwort eher überraschend – Zitat:

Nein, überhaupt nicht. Wir können eine positive Zwischenbilanz ziehen. Der doppelte Markenwechsel ist sehr gut gelungen. Wir haben die alte Orange und die alte „3“ zu einem neuen Unternehmen zusammengeführt. Wir stellen fest, dass wir sehr treue Bestandskunden haben, aber auch viele Neukunden gewinnen. Was nicht heißt, dass wir die Einzelprobleme der Kunden nicht ernst nehmen und so schnell wie möglich lösen werden.

Zudem sieht Trionow sich mit „3“ immer noch in der Angreiferrolle. Man versuche mit attraktiven Preisen und Angeboten den derzeitigen Marktanteil von 24 Prozent weiter zu steigern. Angesichts des hohen Preises, der für die LTE-Frequenzen gezahlt werden müsse, werde dies künftig aber immer schwieriger – Zitat:

Die Profitabilität der österreichischen Netzbetreiber ist am unteren Ende im europäischen Vergleich. Das ist nichts, was man einfach schlucken kann. Und da auf allen die gleiche Bürde lastet, wird es am Ende im Wettbewerb irgendwann beim Kunden ankommen. Indem man zum Beispiel beim Netz nicht so viel ausbaut, wie man eigentlich hätte machen können, oder indem man nicht so attraktive Preise bieten kann, wie man sonst hätte anbieten können.

Da der Netzausbau aus Sicht der Betreiber auf Grund des Wettbewerbs sicherlich Vorrang hat, wird wohl in Zukunft mit höheren Tarifen zu rechnen sein.